Das 162 Meter lange Bauwerk beeindruckt nicht nur durch seine Funktion, sondern auch durch seine solide Bauweise. Auf einem massiven Unterbau aus Beton und Naturstein ruhen bewegliche Verschlusselemente – sogenannte Schütztafeln – die mit über 300 Tafeln präzise gesteuert werden können. Das Öffnen oder Schließen des Wehrs erfolgt noch heute über ein raffiniertes Hebesystem mit Ketten, Winden und Losständern – eine hochinnovative Technik ihrer Zeit, die bis heute zuverlässig arbeitet.
Der 21 Kilometer lange Umflutkanal, in den das Wehr das Wasser leitet, wurde sanft in die Landschaft integriert. Breite Deiche, natürliche Höhenzüge und schonende Uferführung sorgen dafür, dass fruchtbarer Boden geschützt bleibt. In hochwasserfreien Zeiten wird das Gebiet sogar landwirtschaftlich genutzt – ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Planung.
Ein Bollwerk gegen die Flut – und ein Denkmal des Ingenieurgeistes

